Wir bringen Bildung in Form

Transferagentur Mitteldeutschland für Kommunales Bildungsmanagement – TransMit

Fortbildung: Kommunen gestalten Bildungsübergänge – Der Übergang von der KiTa in die Grundschule

Mit unserer Fortbildung griffen wir das Übergangsgeschehen von der KiTa zur Grundschule auf. Der frühe Übergang bedeutet für Kinder wie für Eltern Abschied und Neubeginn zugleich. Er ist eine Phase des Umbruchs und stellt die ersten Weichen für ein lebenslanges Lernen in den Kommunen.

Doch welche Faktoren sind für einen gelungenen Übergang verantwortlich? Welchen Nutzen versprechen gemeinsam gestaltete Prozesse? Braucht es eine kommunale Strategie für frühe Bildung? Wie lassen sich verlässliche Strukturen aufbauen?

Die Fortbildung griff diese Fragen auf und gab Anregungen, wie kommunales Bildungsmanagement am Übergang KiTa-Schule erfolgreich wirksam werden kann. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Stadt Dessau-Roßlau durchgeführt, die von ihren Erfahrungen vor Ort berichtet hat.

Einen ausführlichen Rückblick und weiterführende Themen zu frühen Übergängen finden Sie in unserem TransMit-Magazin Ausgabe Nr. 4 im September. 

 


Inhalt der Veranstaltung

In der vierten Bildungswerkstatt unserer Veranstaltungsreihe steht das Monitoring an der Schnittstelle von der Schule in den Beruf und dessen Einbettung in ein datenbasiertes Bildungsmanagement im Fokus. Ein Übergangsmonitoring trägt dazu bei, Lücken und Brüche im Bildungssystem sichtbar zu machen und unterstützt die passgenaue Gestaltung von Bildungsübergangen.

Matthias Müller, Landeskoordinator TransMit, wird in einem einführenden Vortrag verschiedene Strategien zur Herstellung von Transparenz im Übergangsgeschehen näher beleuchten. Amtliche Statistiken und deren indikatorenbasierte Daten bilden den Status Quo ab und lassen Vergleiche im Querschnitt zu. Ursachen können mithilfe dieser Daten vermutet, jedoch nicht aufgedeckt werden. Dazu bedarf es Längsschnittdaten, die wirkliche Übergangsverläufe abbilden. Verschiedene Möglichkeiten zur Gewinnung und Nützlichkeit solcher Daten sollen vorgestellt und diskutiert werden.

Konkrete Einblicke in die Praxis gibt Suse Lehmler, Koordinatorin für den Übergang Schule-Beruf-Studium der Landeshauptstadt Kiel. Kiel begann 2009, ein Regionales Übergangsmanagement aufzubauen. Herzstück des Übergangsmonitorings ist eine jährliche Verbleibstatistik mit Abfragen für alle Abgangsklassen der allgemein bildenden Schulen der Sekundarstufe I und der Regionalen Berufsbildungszentren. Seit 2012 ist zudem ein übergreifendes Bildungsmanagement in der Verwaltung eingerichtet. Das Bildungsmanagement nutzt für den Übergang Schule-Beruf u.a. die Daten aus der Verbleibstatistik, um in verschiedenen Gremien Verbesserungen und weitere inhaltliche Schwerpunkte für die Bildungsregion Kiel zu entwickeln. Ein alle zwei Jahre erscheinender Bildungsreport schreibt den lokalen Sachstand zu den Schwerpunkten fort. 

Neben den Vorträgen bietet die Bildungswerkstatt wieder die Möglichkeit sich  mit den anderen Teilnehmenden auszutauschen und Anregungen für die die eigene Arbeit an der Schnittstelle Schule-Beruf mitzunehmen.

Ort und Zeit

Donnerstag, 15. Juni 2017 von 10 bis 16.30 Uhr, Mehrgenerationenhaus, Erdmannsdorffstraße 3, 06844 Dessau-Roßlau

Ablauf

  • 09:30 Uhr
    Ankommen und Anmeldung
  • 10:00 Uhr
    Begrüßung und Einführung in den Tag
  • 10.20 Uhr
    Expertengespräch:
    „Kommunale Gestaltungsspielräume in der frühen Bildung“, Prof. Dr. Bernhard Kalicki, DJI Leiter Abteilung Kinder und Kinderbetreuung
    Heike Förster, Leiterin Jugendamt Dessau-Roßlau,
    Elke Meyer, schulfachliche Referentin für Grund- und Förderschulen LSA
  • 11:10 Uhr
    Gruppenarbeitsphase: Kommunen im Dialog
    „Welche Erfahrungen liegen in den Kommunen vor?
  • 12:30 Uhr
    Mittagspause
  • 13:15 Uhr
    Vortrag: Prof. Dr. Bernhard Kalicki – DJI Leiter Abteilung Kinder und Kinderbetreuung
  • 14:00 Uhr
    Gruppenarbeitsphase: Kommunen im Dialog mit Experten:
    Übergang KiTa-Grundschule – Tragen die Brücken?
    Ein Handbuch für Qualität – Gelingt die Umsetzung im Alltag?
    Familie im Zentrum – Funktioniert die Zusammenarbeit?
  • 16:00 Uhr
    Feedbackrunde und Ausblick
  • 16:30 Uhr
    Ende

    Moderation: Norbert Blauig-Schaaf, TransMit

    Zielgruppe

    Die Fortbildung richtete sich an die Ansprechpartner/innen zielvereinbarter Transferkommunen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Eingeladen waren zudem eine weitere Fachkraft dieser Kommunen aus dem Bereich Jugendamt - Kindertageseinrichtungen (z.B. Fachberatung, Qualitätsmanagement, Konzeptentwicklung). Ebenso war jeweils eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter der kommunalen Netzwerkstellen „Schulerfolg sichern“ (Land Sachsen-Anhalt) eingeladen.