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Transferagentur Mitteldeutschland für Kommunales Bildungsmanagement – TransMit

02.08.2019

Neue Untersuchung zum Bildungserfolg von Schulen in
benachteiligten Lagen erschienen

Kinder mit einer schwierigen sozialen Herkunft haben oft schlechte Chancen beim Zugang zu höherer schulischer Bildung. Zudem leben sie häufig in Stadtvierteln mit einem hohen Anteil an sozial benachteiligten Menschen. Eine Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts zeigt anhand von  Praxisbeispielen, wie man Schulen in diesen Wohnvierteln dabei unterstützen kann, gute Bedingungen für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen und ihnen somit höhere Bildungsabschlüsse ermöglichen.

Dazu analysierten Forscherinnen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) den aktuellen Forschungsstand zu Schulen in Gegenden, die als „soziale Brennpunkte“ gelten. Doch durch welche Merkmale lassen sich Schulen in benachteiligten Lagen bestimmen? Die Expertinnen identifizierten Indikatoren, mittels derer diese Schulen definiert werden können, wie die sozioökonomische Lage der Familien, bespielweise gemessen durch die Arbeitslosigkeit oder den Bezug von Transferleistungen wie Arbeitslosengeld II sowie Sprachfähigkeiten oder den Migrationshintergrund. Ausgangspunkt für die Untersuchung ist vorhandenes nationales und internationales Datenmaterial.

Fazit der Untersuchung: Die Analyse der jeweiligen regionalen Herausforderungen und offene Gesprächsformate sind erste Schritte für Verbesserungsprozesse. Schulleitungen tragen maßgeblich dazu bei, alle Beteiligten zu motivieren und Veränderungsprozesse mit Unterstützung von Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Jugendhilfe in Gang zu setzen. Der Austausch über Erfolgsmodelle und die Unterstützung beim Monitoring von schulbezogenen Daten kann die die Schulentwicklung fördern. Insgesamt ist eine Balance aus eigenverantwortlichen Aktivitäten der Schule und Steuerung durch Schulentwicklungsprogramme hilfreich.

 

Weiterlesen:

Die Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts „Schulen in benachteiligten sozialen Lagen – Untersuchung zum aktuellen Forschungsstand mit Praxisbeispielen" von Sarah Beierle, Carolin Hoch und Birgit Reißig können Sie hier als PDF downloaden.