Wir bringen Bildung in Form

Transferagentur Mitteldeutschland für Kommunales Bildungsmanagement – TransMit

18.12.2020

Netzwerkbüro „Bildung im Strukturwandel in Mitteldeutschland“ (BiSMit) nimmt Arbeit auf

Mit dem Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038 stehen Mitteldeutschland tiefgreifende Veränderungen bevor. Der Braunkohleausstieg betrifft die Landkreise Anhalt-Bitterfeld, Mansfeld-Südharz, Saalekreis, Burgenlandkreis, Nordsachsen, Landkreis Leipzig und Altenburger Land sowie die kreisfreien Städte Leipzig und Halle (Saale). Um den Strukturwandel gemeinsam zu gestalten, haben sich diese neun Revierkommunen zur Innovationsregion Mitteldeutschland zusammengeschlossen.

Wichtige Voraussetzung für ein gutes Gelingen des Strukturwandels ist die Entwicklung regional abgestimmter Bildungsstrategien. Das neue Netzwerkbüro BiSMit unterstützt die Revierkommunen bei dieser Herausforderung. BiSMit ist Teil des Kompetenzzentrums „Bildung im Strukturwandel“, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Netzwerkbüros BiSMit haben seit November 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Sie bauen in den kommenden zwei Jahren ein Bildungsmonitoring für das Mitteldeutsche Revier auf und begleiten die neun Kommunen im Prozess des Strukturwandels zu bildungsrelevanten Themen. Eine Status-Quo-Analyse wird den aktuellen Stand der Bildungslandschaft in den neun Revierkommunen abbilden. Außerdem erarbeitet BiSMit Studien zu Themen wie Berufsorientierung, Fachkräfteentwicklung und Teilhabeprozessen junger Menschen. 

Mit dem Strukturwandel entstehen im Mitteldeutschen Revier neue Beschäftigungsperspektiven: Innovative Technologien und alternative Wertschöpfung verändern den Arbeitsmarkt. Bildungsangebote müssen auf Bereiche wie Neue Energien, Clean Tech oder nachhaltige Mobilität abgestimmt werden, d. h. ökologische Zielstellungen und Bildungsstrategien sind eng miteinander verknüpft.

Das Bundesumweltministerium bietet aktuell ein Förderprogramm an, das „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa) unterstützt. Revierkommunen entwickeln sich zu Pilotregionen für nachhaltige Entwicklung – so das Ziel des Förderprogramms. KoMoNa fördert Maßnahmen für nachhaltigen Tourismus oder naturnahe Gestaltungen von Flächen und Gewässern. Ebenso werden Ideen für außerschulische Bildungsprojekte unterstützt, die den Fokus auf Nachhaltigkeit und Engagement richten. Projektskizzen können bis 31.03.2021 beim Projektträger Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH eingereicht werden.