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Transferagentur Mitteldeutschland für Kommunales Bildungsmanagement – TransMit

03.07.2017

KoKos in Sachsen-Anhalt setzen auf stärkere Zusammenarbeit

Am 14.06.17 fand im Rathaus der Landeshauptstadt Magdeburg der erste Erfahrungsaustausch der kommunalen Bildungskoordinatorinnen und -koordinatoren für Neuzugewanderte in Sachsen-Anhalt statt. Gekommen waren Teilnehmende aus acht Kommunen um Aspekte der eigenen Arbeit zu diskutieren. Gerahmt wurde der Austausch durch Einblicke in gelingende Netzwerkarbeit und Informationen zu kommenden Aktivitäten im Bereich Migration auf Landesebene.

Nach der Begrüßung durch Martin Danicke – persönlicher Referent des Oberbürgermeisters – geben Frau Birgit Sukovsky und Herr Steffen Killian Einblicke in die Arbeit des Netzwerkes für Integrations- und Ausländerarbeit der Stadt Magdeburg, dem sie als Sprecherin und Sprecher vorstehen. Beide erläutern die Arbeitsweise des Netzwerkes und sprechen über die Voraussetzungen und Vorteile eines funktionierenden Austausches. Dabei werden immer wieder Schnittstellen zur Arbeit der kommunalen Bildungskoordinatorinnen und -koordinatoren deutlich. Nach dem Input wird diskutiert, wie es gelingen kann, ein Netzwerk zwischen den lokalen Akteuren im Bereich Neuzugewanderte zu etablieren.

Im Anschluss stellt Herr Malycha – Leiter des Referats Integration im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt – die aktuelle Situation der Neuzugewanderten im Land Sachsen-Anhalt dar. Sein Fokus liegt dabei auf Personen, denen aufgrund ihres Aufenthaltsstatus der Besuch von Integrationskursen verwehrt bleibt. Diesen werde im Rahmen einer neuen Förderrichtlinie des Landes Sachsen-Anhalt, der Zugang zu niedrigschwelligen Sprachkursangeboten ermöglicht. Darüber hinaus informiert er über die durch das Land Sachsen-Anhalt initiierte Einrichtung eines vom Europäischen Sozialfond geförderten Zentrums für Migration und Arbeitsmarkt, das die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten unterstützen soll. Das Zentrum wird seine Arbeit noch in diesem Jahr aufnehmen.

Zum Auftakt des anschließenden Erfahrungsaustauschs erläutert unser Landeskoordinator Oliver Wolff an welchen Stellen die TransMit die Arbeit der KoKos unterstützen kann. Davon ausgehend diskutieren die Teilnehmenden etwa die praktische Umsetzung der Richtlinie sowie die unterschiedliche Anbindung der Bildungskoordinatorinnen und -koordinatoren in der Verwaltung und die Auswirkungen dieser Verortung auf die eigene Arbeit. Auch die Eingrenzung des breiten Spektrums der Arbeitsaufgaben und die Situation spezieller Zielgruppen unter Zugewanderten werden thematisiert.

Alle Teilnehmenden ziehen ein positives Resümee und sprechen sich für einen kontinuierlichen Austausch auf Landesebene aus. Ein nächstes Treffen ist für Oktober 2017 in Stendal geplant.